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Eine verrückte Erfindung, die verblüffend schnell Sprit spart |
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Keiner wollte es glauben, bis die GTÜ und Auto Motor Sport-TV die Energiesparriemenscheibe getestet haben: 6% weniger Verbrauch durch weniger Reibung. Umbaukosten: 250 Euro
Anfang Mai 2006. Tatort Bosch-Prüfstrecke am Boxberg. Unter den Augen der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) und Auto Motor Sport-TV wird die Energiespar-Riemenscheibe zum Nachrüsten getestet. Zum Vergleich treten zwei Peugeot 407 an. Ein 2,2-Liter Benziner mit 165 PS und ein 1,6-Liter Diesel mit 90 PS. Tatort: Das Bosch-Prüf-Zentrum in Boxberg. Zunächst wird umgebaut. Die originale Lichtmaschinen-Scheibe und die Umlenkrolle werden von der größeren ESPA-Scheibe ersetzt. Hinzu kommt ein kleinerer Keilriemen. Der Umbau dauert etwa 30 Minuten.
Erster Test: Die Leistungsmessung. Einmal mit originaler Riemenscheibe und einmal mit der ESPA-Scheibe. Ergebnis: Ein Leistungsanstieg ist nicht nachweisbar. Zweite Prüfung: Die Elastizität. Im höchsten Gang wird von Tempo 60 auf 120 km/h. Hier bringt die größere Riemenscheibe keine Vorteile. Die Messergebnisse vor und nach dem Umbau sind nahezu identisch. Nun geht’s ans Eingemachte: Wir messen die Batteriespannung. Schließlich kann es ja sein, dass die Batterie leer ausgeht, wenn die Lichtmaschine nur noch mit halber Kraft arbeitet. Das Ergebnis: Die Batteriespannung sinkt durch den Umbau von 14,3 auf 12,3 Volt.
GTÜ-Prüfer Herrmann Schenk klärt auf: „Die Riemenscheibe ist geeignet für Fahrer, die relativ viel fahren und vielleicht nicht unbedingt im Stau bei niedrigen Drehzahlen alle Verbraucher im Fahrzeug anschalten oder schon von Haus aus relativ wenig elektrische Verbraucher im Fahrzeug haben.“
Nächste Disziplin: der Verbrauch. Auf der Teststrecke wird der Drittelmix simuliert: Stadtverkehr, Landstrasse und Autobahn. Stop and Go. Beschleunigung, Konstantfahrt, Autobahntempo. Das Resultat verblüfft: Durch die größere Riemenscheibe sinkt der Verbrauch beim Benziner von 7,9 auf 7,4 Liter. Und auch der Diesel hat nachweislich gespart: Alexander Wirth GTÜ-Tester sagt: „Wir haben jetzt hier mit dem Diesel-Fahrzeug mit der großen Riemenscheibe anstatt 5,0 Liter, nur 4,7 Liter gebraucht.“ Die patentierte ESPA-Scheibe spart tatsächlich. Sowohl beim Diesel, als auch beim Benziner im Schnitt 6% Kraftstoff. Offenbar reduziert die größere Riemenscheibe auch den Reibungs-Widerstand. Vor der Benziner rollt und rollt und rollt. So als hätte man die Kupplung getreten. Auf diese Weise kann ein Benziner erheblich länger im Schubabschaltungsbereich gefahren werden. Wer vorausschauend fährt, kann also mit ESPA noch weit mehr als die 6% Sprit sparen.
Langstreckenfahrer haben die Investition von 250 Euro nach 20 bis 30.000 Kilometern wieder hereingefahren. Für Kurzstrecken-Fahrer lohnt sich der Aufwand nicht. Außerdem besteht im Extremfall Batterie-Entladungs-Gefahr. Eine TÜV-Abnahme braucht man nicht.
Fazit: Eine runde Sache, die mit wenig Aufwand verblüffend viel Sprit spart. Mit kleinen Einschränkungen ist ESPA ein wirklich sinnvolles Zubehör. Von solchen Ideen kann sich so mancher eine Scheibe abschneiden.
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